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Once a month

Ich möchte Sie, wenn Sie denn mögen einmal monatlich teilhaben lassen an Inspirationen und Überlegungen, die mir im beraterisch-beruflichen Alltag begegnen. 

Das Geschenk in Organisationen tätig zu sein und damit sowohl in engsten Kontakt mit den Themen der Mitarbeitenden zu kommen, als auch die Komplexität organisationalen Handelns in allen Facetten kennenzulernen, lädt mich ein mir immer neue Fragen zu stellen und mich in Entwicklung zu begeben. 

Die Prozesse der Menschen und der Systeme wirken in jeder Hinsicht coevolutionär. Genau dies möchte ich wiederum als Geschenk zu Verfügung stellen. Vielleicht entsteht so eine Schleife der Entwicklung, die wiederum den Menschen in der Arbeitswelt hilfreich ist. Geschenke kann man annehmen, muss es aber nicht. Verrückterweise macht das Schenken dennoch Freude…

Das Bild des Geschenks leitet mich Gedanken in einer Briefform an Sie zu adressieren. Vermutlich wird dieser mehr Fragen aufwerfen, als Antworten produzieren. Vermutlich sind es auch eher die kleineren Dinge des Berufsalltags, die ich als Geschenk wahrnehme- und das ist auch gut so. So haben Sie die zweifache Wahl: Annahme des Geschenks und Bewertung.

Seien Sie gewiss: In jedem Brief wahre ich die Schweigepflicht gegenüber meinen Kund*innen.

 


24.September 2022

Wenn Visionen wahr werden

 

Visionen sind die Motoren unserer Handlungen. Ohne Visionen werden wir in keinster Weise aktiv - ganz unabhängig davon ob es sich um große Projekte oder kleine Alltagshandlungen handelt.

Wenn ich beim morgendlichen Weckerklingeln nicht die Vision habe, dass es ein guter Tag werden könnte, fällt mir das Aufstehen schwer. Dabei spielt es gar keine Rolle, ob dieser Tag tatsächlich gut wird.

Visionen müssen also gar nicht wahr werden, sondern Emotionen auslösen, die Handlungsgedanken schärfen und dadurch die Entwicklung von Zielen möglich machen.

Manchmal passiert es aber tatsächlich, dass Visionen real werden, das die komplette Vision Ziel und Wirklichkeit wird.

ANNA ist eine solche Vision. Nun ist sie in der Welt und bestimmt das weitere Handeln.

ANNA ist die Vision mit Menschen zusammenzuarbeiten, die die gleiche Vision haben. Sie ist die Vision gesellschaftliche Verantwortung mit der Beruflichkeit zu kombinieren, Leidenschaft mit Professionalität zu verbinden.

ANNA unterstützt Organisationen, Unternehmen, Einrichtungen auf dem Weg nachhaltiger zu werden - Nachhaltigkeit als der Dreiklang von ökologischer Verpflichtung, sozialer Verantwortung für alle Stakeholder und ökonomischer Sicherung. Diese Aufgabe ist ein zentraler Schlüssel gesellschaftlicher Verantwortung, denn Unternehmen und Organisationen Haben eine besondere Bedeutung in diesem Prozess der Nachhaltigkeit. 

ANNA arbeitet komplementär: Expert:innen aus den Bereichen der Beratung, Coaching, Entwicklung und Umweltwissenschaft arbeiten in der Unterstützung der Organisationen zusammen. Und ANNA bleibt nicht stehen. Das Visionieren geht weiter. Mal sehen, welche Visionen mit ihr noch wahr werden dürfen.

 

Mit Wünschen für ein leidenschaftliches Visionieren

Christiane Lüschen-Heimer


24.August 2022

Der Nachhaltigkeitsfaktor in Unternehmen

 

Liebe Leser:innen von once a month

Die Machbarkeit und Qualität von Veränderungen in Unternehmen hängt stark von der Kompetenz der Führungskräfte ab. Der Transormationsprozess zum nachhaltigen Unternehmen macht da keine Ausnahme. Im Gegenteil: Die Etablierung von effektiver Nachhaltigkeit braucht eine stabile Handlungsbasis.

Für Führungskräfte bedeutet dies sich an dem Prozess der Erreichung des Nachhaltigkeitsfaktors messen zu lassen. Dieser Faktor, der den Transformationsprozess in die Nachhaltigkeit möglich macht, ergibt sich aus einer Multiplikation der tiefen Überzeugung über die ausnahmslose Notwendigkeit eines nachhaltigen Unternehmens mit einer verinnerlichten Haltung des Respekts gegenüber allem Lebendigen. Hinzu kommt der Mut, der die Tür zum Veränderungsprozess öffnet und Unsicherheiten aushalten lässt.

 

 

 

Der Nachhaltigkeitsfaktor ist Führungsarbeit. Um die Nachhaltigkeit im Unternehmen voran zu treiben, brauchen Führungskräfte diese soft skills, die den Nachhaltigkeitsfaktor entstehen lassen. 

Alle weiteren Kompetenzen und jedes notwendige  Wissen zu nachhaltigem Handeln ist wissenschaftlich abrufbar, extern zubuchbar und / oder erlernbar. 

Reflexion ist dafür unabdingbar. Die Überzeugung vom Weg der Nachhaltigkeit und die kongruente Haltung der Biophilie und des Humanismus sollte immer wieder überprüft werden. Der Mut ist der ad on des Prozesses.

 

Starke Grüße

Christiane Lüschen-Heimer


24.Juli 2022

Von Charme, Scham und Schokolade

 

Liebe Menschen, die once a month lesen

Kennen Sie das? Eine Person betritt einen Raum und dieser wird hell. Die Person erfüllt den Raum im guten Sinne. Die Atmosphäre wird warm und fröhlich. Man selbst fühlt sich plötzlich zuversichtlich, kompetent und auch ein wenig geborgen. Der Charme dieses Menschen geht quasi auf einen selbst über. Auf irgendeine Art und Weise hat man das Gefühl in Beziehung mit diesem Menschen zu sein, ohne ihn wirklich zu kennen.

Was passiert da? Ich habe eine Vermutung. Charmant zu sein heißt offen und neugierig für Andere zu sein. Charmante Menschen gehen in Beziehung. Sie sehen das Gegenüber. Sie schaffen es angemessen Nähe und Distanz zu jonglieren. Kongruent mit sich selbst erschaffen sie einen würdevollen Raum. 

Und genau das brauchen wir um unsere Würde zu heben. Die Scham als Wächterin der Würde darf sich zurücklehnen, denn hier ist ein Raum in dem man respektvoll und freundlich beachtet wird. Wenn das passiert können sich Kompetenzen und Selbstwert ihren Weg bahnen. Wir sind nicht getrieben. Wir sind voller Zuversicht das etwas Gutes geschieht. Und vielleicht gelingt es uns, charmant den nächsten Menschen zu begegnen und etwas Würde weiter zu tragen.

Sie fragen sich was Schokolade damit zu tun hat? Ich habe keine Ahnung…

 

Charmante Sommerbegegnungen wünscht Ihnen

Christiane Lüschen-Heimer

 


18.Juni 2022

Vom Klima in Organisationen

 

Liebe Menschen, die once a month lesen

Heute wird es etwas ernster. Ich werfe den Blick auf die Klimakatastrophe. Sie zeigt sich gerade so massiv, das man beim besten Willen auch hier in unseren lebensfreundlichen Gefilden nicht vorbei schauen kann. Ich erinnere mich gut an die Unwetter im letzten Monat. Im Jahr 2050 soll laut neuester Studien Berlin die Temperatur haben, wie San Marino heute.

Die Auseinandersetzung mit diesen Ereignissen kann hilflos machen. Schnell landet man in einer Problemtrance, die wiederum Scham über Hilflosigkeit auslöst und die Frage nach der Verantwortung als Copingstrategie verschiebt. 

Das macht nicht kreativ und führt damit auch nicht in die Lösungsorientierung.

Wir alle verbringen den größten Teil unseres Lebens in Organisationen. Was, wenn wir unsere Kraft, Kreativität und Energie nicht alleine versuchen in Bewegung zu bringen, sondern auf das schauen, was in diesen großen Lebensbereichen passiert? Es muss nicht mehr der hilflose Versuch sein die Transformation alleine durchzuführen.

Ich behaupte Veränderung ist möglich. Und zwar dann, wenn wir groß und fröhlich denken. Organisationen haben drei große Bereiche: Die Wirtschaftlichkeit (Ökonomie), das miteinander (Human Potential) und die Ökologie (Climate responsability).

Denken wir alle drei Bereiche gemeinsam, so passiert das, was in Systemen passiert. Die Erfolge und Ressourcen des einen Bereichs stärken den Anderen. Change Prozesse in die Nachhaltigkeit sind dann möglich, wenn Menschen in ihrem Arbeits- und / oder Organisationsbereich beteiligt werden. Sie werden mit ihrem Potential anerkannt, mit ihrer Kreativität und ihren Zweifeln, ihrer Expertise gewertschätzt. All das, was sie initiieren ist dann auch tragfähiger, da sie es ja nunmal selbst umsetzen.

Keine Frage, es braucht Minimierungen in unserer Lebensweise, aber es braucht vor allem Veränderungen, die Freude machen zu entwickeln. Und stellen Sie sich vor eine Entwicklung in die Nachhaltigkeit beeinflußt. das mind set eines Unternehmens. Wertschöpfung wird dann in einem größeren und erfolgreichen Sinnkontext bestehen können.

Wenn also beim nächsten mal der Satz „was kann ich schon tun“ in ihren Sinn kommt, fragen Sie vielleicht Ihre Kolleg*innen, Chef*innen, Mitstreiter*innen „was können WIR als Organisation tun“. 

 

Einen Sommer in Lösungstrance wünscht

Christiane Lüschen-Heimer


24.Mai 2022

Von der Hirnzelle und dem Buch

 

Liebe Menschen, die once a month lesen

Mit dem heutigen Brief beginnt „once a month“. 

Wir bleiben entsprechend der Einleitung bei der Sinnhaftigkeit der schriftlichen Mitteilung von Gedanken aus dem eigenen beruflichen Kontext. 

Ist es nicht die Aufgabe von Berater*innen, Coach*innen, Organsiationsentwickler*innen den Denkprozess flexibel zu halten und durchgehend von der Handlungsebene auf die Haltungsebene und auf die Metaebene zu wechseln? Und dann wieder zurück?

Wenn es mir gelingt in einem manchmal sehr vollen Arbeitsalltag ein Fachbuch zur Hand zu nehmen und auch nur 2-3 Seiten der Erkenntnisse, Hypothesen, Erfahrungen einer/s Kolleg*in zu lesen, platzen manchmal kleine Seifenblasen in meinem Denken. Längst abgeschlossene Beratungssituationen, die immer noch als lauernde Frage in meinem Langzeitgedächtnis spuken, können plötzlich als Geschichte zu Ende erzählt werden. Ich meine zu verstehen, was ich lange nicht verstanden habe. Förmlich höre ich das Geräusch zweier Hirnzellen, die sich zur neuen Erkenntnis treffen… Ein Lernprozess ist nicht linear. Das gilt auch für das Lernen in beruflichen Kontexten. Diese kleinen Seifenblasen buxieren mich aus der vermeintlichen Unklarheit meiner Rolle und meines Handelns in den aktuellen Beratungsprozessen. Die durch den Text eine/r Kolleg*in ausgelöste Selbstreflexion darf hilfreich anderen Menschen in Arbeit zur Verfügung gestellt werden. Der Ausflug auf die Metaebene im Verstehensprozess landet wieder im beraterischen Handeln. 

Manchmal höre ich von Kolleg*innen die Frage danach, ob es denn nie aufhöre, dass man sich hinterfragt, entwickelt, neu konstruiert. Oftmals ist der Gedanke damit verbunden sich supervisorisch auf den Weg zu machen. Ja, das braucht es manchmal. Möglicherweise sind das dann auch auch anstrengende Prozesse. Und manchmal geht es eben auch sehr gut sich en passant mit einem Tee oder Glas Wein lesend zu entwickeln.

Also: Danke an alle Kolleg*innen, die nicht müde werden Bücher zu schreiben und ihre Gedanken teilen.

Ich wünsche einen erkenntnisreichen Frühling!

 

 

Ihre Christiane Lüschen-Heimer